Sehr
verehrte Anwesende
!
Es
wurde
mir
als
erstem
der
Bessemsbenger-Ordensträger
der
ehrenvolle
Auftrag
zuteil,
hier
unserer
Ordensträgerin Annele
Meinerzhagen anläßlich
der Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes
die
Laudatio
zu
halten.
Ich
tue
das
sehr gerne, da
es
sich um die Ehrung
einer
Persönlichkeit
handelt,
die
die
Efüllung
ihrer
Berufung nur
im
Dienste an
ihren
Mitmenschen sieht
und
danach
handelt. Es wäre
zu
begrüßen,
wenn
dieser
Fall
anspornte,
Glei-
ches
zu tun, denn
an diesen
Berufen
werden
wir
in Zukunft
ldangel
haben.
Deshalb
wrude
aus
den Reihen der
Besemsbenger-Ordensträger
für
Annele
Meinerzhagen
das
Bundesverdienstkreuz
beantragt,
und
wir
danken
dem
Herrn
Bundespräsidenten,
daß
er
unserer
Bitte
entsprochen
hat.
Annele Meinerzhagen, geb.
Ufer,
ausgebildet als
Medizinisch-Technissfue-fi55i-
stentin,
war
als Chefsekretärin
seit
1945
im
Krankenhaus
Lindlar aktiv
im
so-
zialen
Bereich
1rnd
Gesundheitswesen
tätig,
als
die
Folgeerscheinungen
eines
gnadenlosen,
verlorenen
Krieges
auf
uns zukamen.
Ihr
damaliger
Chef,
Dr.
Wilhelm
Meinerzhagen,
wurde sofort
nach dem
Krie-
ge
von
der Militärbehörde
zur
Reorganisation des Gesundheitswesens
des
Rheinisch-Bergischen
und
Oberbetgischen
Kreises
eingesetzt.
Diese
Arbeit
war
für Dr.
Möinerzhagen
neben seiner
Tätigkeit
als
Chirurg
so
umfangreich,
daß
Frau
Meinerzhagea
ffir
ihn
all,e
organisatorischen
Aöeiten
übernahm.
Die Arbeit war
unüberschaubar,
denn man
muß
die
Situation
in
der
Zeit
sehen,
als
viele Flächtlingsfamilien"
heimtlose,
ausgebombte und
notleidende
Menschen
in
unserer Gemeinde
ansässig
wurden.
In
unermüdlichem
Fleiß
er-
füllte
sich
die
Aufgabe der
Militäirregierung.
Det
Rat der
Gemeinde dankte
dem hervorragenden
Arzt
Dr.
Meinerzhagen
und
ernannte
ihn
zum
ersten
Ehrenbtirger
der
Gemeinde.
In
dieser
Zeit
wd
mit
der
Zeit
hatte
die
Chefsekretärin
Annele
Ufer
ihrem
Chef
so
imponiert,
daß sie heirateten. Frau Meinerzhagen
wurde
Mutter zwei-
er
Söhne,
die
erfreulicherweise
heute
hier
anwesend sind.
(Ich
begrtiße
Sie herzlich
in
Ihrer
Heimatgemeinde
und
freue
mich,
daß
Sie
Zeage
Jind,
wie Ihre
Mutter
den
Dank
der Bevölkerung
entgeggn
nimmt
und
ihre-Verdienste
bis
in
die
höchste
Stelle
des
Staates
durch die Verleihung
des
Bundesverdienstkreuzes eine Anerkennung
fin{en-)
Nach dem
Tode ihres Gatten
1974
und
nachdem
sie ihre beiden
Söhne aus den
Kinderschuhen hatte, hat
sie
sich
ganz
im
Geiste
ihres Mannes
den
sozialen Be-
langen
in
der
Gemeinde und daräber hinaus gewidmet.
Die
soziale
und
samaritanische
Tätigkeit
waren
ihr
in Fleisch
und
Blut
überge-